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Abschaltung Treffenliste

Vor 10 Jahren übernahm ich die Pflege der polyamory.ch Webseite, über die Zeit hatte ich viele gute Kontakte mit Menschen aus aller Welt, besuchte selbst viele der Stammtische und Treffen.
Es wurden immer mehr Treffen, immer weniger erfuhr ich davon, fand auch selbst neben Job und eigenem Leben Zeit, mich mit der notwendigen Musse um die Seite zu kümmern. Unterstuetzung war da, jedoch nicht in einem Masse, die eine umfassende Liste der Deutschsprachigen Treffen benötigen würde.
Ich habe mich dazu entschlossen, die Liste der Treffen und den Kalender per Ende Juni 2018 einzustellen und zukünftig auf polyamory.de zu verweisen. Der Rest dieser Site bleibt bestehen, sei es als Inspirationsquelle von Besuchern, sei es als Archiv der jungen Polykultur im Deutschsprachigen Raum um die Jahrtausendwende.

Beat Rubischon <beat@0x1b.ch>
buecher:sexuelle_liebe_auf_goettliche_weise

Sexuelle Liebe auf göttliche Weise

von Barry Long

ISBN: 3980750914

Kommentar von Markus

wie es war - und sein könnte
Männer und Frauen waren göttliche Geschöpfe. Die Frau war reine Liebe, der passive Pol der göttlichen Liebe auf Erden. Der Mann war reine Autorität, der aktive Pol der göttlichen Liebe. Durch körperliche Liebe erzeugten sie göttliche Energie, spirituelle Liebe. Dadurch erhielten sie sich die Bewusstheit und Präsenz ihrer Göttlichkeit.

das Problem
Die Menschen wissen nicht mehr, wie körperliche Liebe geht. Über die Jahrtausende haben sie es vergessen. Wir merken das an unserer fast immer ungestillten Sehnsucht während und nach dem Zusammensein von Mann und Frau. Statt einander zu lieben sind wir gierig, auf Orgasmus ausgerichtet.

Alte Schmerzen drängen sich in Form von Angst, Wut, Schmerz, immer wieder ins Bewusstsein. Und stören dadurch unsere Präsenz und den Fluss der Liebe. Manchmal zeigen sich diese Grundgefühle nicht direkt, sondern verdeckt durch Ärger, Groll, Hass, Eifersucht etc. Vor allem zeigen sie sich durch Phantasieren.

Long nennt das „Emotion“, die „lebendige Substanz der Vergangenheit“. Sie verhindert die Präsenz von Mann und Frau in der körperlichen Liebe. Stattdessen sind wir mit unserem Bewusstsein in der Vergangenheit oder in der Zukunft (alte Schmerzen, die wir vermeiden wollen / lustvolle Erfahrungen, die uns zu lüsternen Phantasien verführen). Aber Liebe ist immer jetzt. Weil wir nicht präsent sind, verletzt der Mann die Frau immer wieder aufs Neue, indem er sie um seine Liebe betrügt, und umgekehrt.

Alte sexuelle Verletzungen („Emotionen“) schlagen sich körperlich in Penis und Vagina nieder. Sie „verhärten“ spürbar. Auch ein harter Penis ausserhalb der Vagina ist ein Ausdruck von alter Verletzung, von „Emotion“ und „Gier“. Ein gesunder Penis ist fest, aber nicht hart.

Long unterscheidet zwischen

  • „Leidenschaft“ (gut, die Körper lieben sich richtig) und
  • „Gier“ / „Erregung“ (schlecht, verhärtend, auf „Orgasmus“ ausgerichtet).

das Ziel der Liebe
Die Liebesenergie in der oberen mit der in der unteren Körperhälfte verbinden. Das ist Aufgabe des Mannes, bzw. seines Penis - und die tiefste Sehnsucht der Frau. Damit der Mann diese Aufgabe erfüllen kann, braucht er seine absolute Aufmerksamkeit und Präsenz. Erst dann verbinden sich zwischen Frau und Mann die weibliche und männliche Energie zur göttlichen Energie.

der Weg
Wir können die körperliche Liebe wieder lernen, weil sowohl Penis als auch Vagina „wissen“ wie das geht.

Zuerst „läutert“ sich der Mann, indem er seine Präsenz schult. Dann „saugt“ der Penis in der Vagina alte Verspannungen auf und „reinigt“ sie so. Damit die Vagina ihre „göttliche Energie“ freigeben und der Penis sie „sammeln“ kann. Erst „dient“ der Mann der Frau, damit sie ihn „beschenken“ kann - denn das ist der Weg der reinen Autorität und der reinen Liebe.

wie es geht
Wir brauchen also nur möglichst oft „unsere Körper zusammenbringen“ und wahrzunehmen, was sie dabei erleben/tun. Bring den weichen Penis in die Vagina. Tue nichts. Sei präsent. Warte geduldig.

Das Problem dabei ist, dass immer wieder alte Kacke dazwischen kommt und uns in Form von Leben in der Vergangenheit bzw. Zukunft von unserer Präsenz in der Gegenwart abhält.

Mittel dagegen: sich in die Augen schauen, das Bewusstsein auf Penis bzw Vagina richten und einander von den Empfindungen von Penis und Vagina erzählen. Kein Vorspiel, keine Erregung, keine Fingerstimulation, kein Ziel.

die Praxis
hat Sabine unter weiche Penetration in der Mailingliste wunderschön beschrieben…

[..] Ich entspanne dabei meine Yoni so sehr, daß er seinen
Lingam in unerigiertem Zustand in mich hineingleiten lassen
kann (hört sich gut an, meist ist es eher ein liebevolles
Hineinstopfen… „Bin ich drin? - Denke schon, ich spüre dich.
- Aber ich spüre mich nicht in dir. - Kichern meinerseits. -
Nicht kichern, du schmeißt mich doch wieder raus! - Also warst
du doch drin. usw…“). Und dann? - Liegen wir ganz ruhig
zusammen, schauen uns in die Augen, spüren, wie in unseren
Körpern ein Energiekreislauf entsteht. Es ist immer wieder ein
Erlebnis, wenn ich spüre, daß Yoni und Lingam sich ohne unser
Zutun bewegen, quasi ein Eigenleben führen. Er wächst in mir,
schlängelt sich, kuschelt sich tief in meine Yoni. Sie zieht
ihn hoch, bettet ihn in mir, umfängt ihn, läßt ihn wieder los,
spielt mit ihm. Wir liegen nur da und versuchen, so entspannt
wie möglich zu bleiben. Manchmal entsteht dabei so schöne
Lust, daß wir anfangen, uns zu bewegen, uns zu lieben - bis
hin zum Orgasmus inklusive Ejakulation. Auch gut.

Danke!

der Hintergrund
Hinter dieser sexuellen Lehre steht eine umfassende spirituelle Lehre über den Entwicklungsweg der Seele im Prozess von Tod und Geburt. Sterben für das Leben - beschrieben im Buch: „Nur die Angst stirbt“.

Zitate

  • Der Penis ist nur dann wirklich glücklich, wenn er in der vaginalen Tiefe der Frau erigiert ist.
  • Die Körper lieben es, sich zu lieben.
  • Der Penis ist das feinste wahrnehmende Organ des männlichen Körpers. Er hat sein eigenes Bewusstsein und seine eigene Wahrnehmung.
  • Um richtig zu lieben, muss der Mann lernen, während des Aktes sein Penis zu sein, sich seiner grösseren Intelligenz zu überlassen.
  • Penis und Vagina sind spirituelle Organe und sie sind gemeinsam das Werkzeug aller Liebe.
  • Um richtig zu lieben musst du die Wahrheit in allen anderen Bereichen des Lebens leben, auch die äussern Umstände in Ordnung bringen.

Ich bitte mit diesen Aussagen achtsam umzugehen, also die Weisheit dahinter erfahren zu wollen.
Markus, Nürnberg

buecher/sexuelle_liebe_auf_goettliche_weise.txt · Zuletzt geändert: 22.03.2008 17:21 (Externe Bearbeitung)

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