Ein wenig ratlos sitz ich hier
vor diesem großen Blatt Papier.
Und denke hin und denke her,
was alles Dir zu schreiben wär,
und was aus meinem Denkgetriebe
wohl besser ungeschrieben bliebe.
Denn mit dem Schreiben ist das so:
der eine schreibt ganz hoffnungsfroh
von seines kleinen Lebens Freuden,
von Träumen, auch von Ängsten, Leiden
und denkt sich dann so ungefähr,
daß Antwort zu erwarten wär.
Jedoch vom andern kommt nicht viel.
Nach Wochen etwas in dem Stil:
„Mir geht es gut, tirallala,
es grüßt Dich Deine Barbara.“
Ich dreh das Brieflein hin und her –
Umsonst, denn es enthält nicht mehr.
Ich hab ganz einfach mich verschätzt
in Dir… Bin etwas auch verletzt,
obwohl ich mich zunächst gefreut,
als Antwort kam. Doch heut’
sitz ich ein wenig ratlos hier
vor diesem großen Blatt Papier.
Und denke her und denke hin,
da kommt mir etwas in den Sinn!
Ich nehme Blatt und Feder mir
und bring’ ganz einfach zu Papier
als eine Antwort dies Gedicht.
Schluß! Ende! Aus! Mehr kommt hier nicht!
